HERUS

Hessisch-Russischer interkultureller Austausch und humanitäre Hilfe

Benefizkonzert am kommenden Sonntag, den 13. März 2022

Aber vor allem wollen wir Sie herzlich zu durch uns organisiertes Benefizkonzert am kommenden Sonntag, den 13. März 2022 in der Ringkirche Wiesbaden um 17 Uhr einladen. Es gelten 3G-Regeln. Spendenerlös für die Kinder in der Ukraine. Auf uns kamen ukrainische und russische Künstlerinnen und Künstler zu, die ein Zeichen der Verständigung senden möchten. Daher der Titel: "Musik spendet Hoffnung"

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Die Russische Kirche in Wiesbaden

Aber vor allem wollen wir Sie herzlich zu durch uns organisiertes Benefizkonzert am kommenden Sonntag, den 13. März 2022 in der Ringkirche Wiesbaden um 17 Uhr einladen. Es gelten 3G-Regeln. Spendenerlös für die Kinder in der Ukraine. Auf uns kamen ukrainische und russische Künstlerinnen und Künstler zu, die ein Zeichen der Verständigung senden möchten. Daher der Titel: "Musik spendet Hoffnung"

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HERUS e.V.

Der Verein für den interkulturellen Austausch zwischen Hessen und der Russischen Föderation gründet sich auf historisch gewachsene Verbindungen.
Ein bekanntes Beispiel ist die Tochter des russischen Schriftstellers Puschkin, Natalja Gräfin von Merenberg.

HERUS fördert diese Gemeinsamkeiten auf kultureller, wirtschaftlicher wie humanitärer Basis und kooperiert mit öffentlichen Institutionen wie auch mit Unternehmen.Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht das Festival der Kulturen, das einem lebendigen, in die Zukunft gerichteten Dialog dient. Zweimonatlich lädt der Verein überdies zum “Russischen Salon” mit wechselnden Schwerpunkten.

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Wiesbaden, 08/02/2022

St. Elizabeth's Kirche, Wiesbaden

Russian Orthodox Church of Saint Elizabeth on the Neroberg mountain in Wiesbaden, Germany

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Russian Orthodox Church of Saint Elizabeth on the Neroberg mountain in Wiesbaden, Germany

Die Hessisch-Russischen Beziehungen

Einführung in die historischen Beziehungen zwischen Hessen und Russland.

Der Verein für den interkulturellen Austausch zwischen Hessen und der Russischen Föderation gründet sich auf historisch gewachsene Verbindungen. Ein bekanntes Beispiel ist die Tochter des russischen Schriftstellers Puschkin, Natalja Gräfin von Merenberg. HERUS fördert diese Gemeinsamkeiten auf kultureller, wirtschaftlicher wie humanitärer Basis und kooperiert mit öffentlichen Institutionen wie auch mit Unternehmen.Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht das Festival der Kulturen, das einem lebendigen, in die Zukunft gerichteten Dialog dient. Zweimonatlich lädt der Verein überdies zum “Russischen Salon” mit wechselnden Schwerpunkten.

Alle Veranstaltungen des Kulturfestivals sprechen ein breites Publikum an – Wirtschaftsfachleute ebenso wie Schüler und Studenten oder geschichtlich interessierte Bürger. Dabei schöpft das Kulturfestival aus dem Fundus der an Gemeinsamkeiten reichen Geschichte Hessens, bzw. seine Vorgängerterritorien und Russland's, die wir Ihnen hier an Hand einiger Beispiele aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Dynastie erläutern möchten:Insbesondere seit der ersten Hälfte des 19. Jahr-hunderts waren die hessischen Kurorte das Ziel hunderttausender Russen. Die aristokratische und intellektuelle Elite Russland's hielt sich zum Teil monatelang in hessischen Kurorten zur Erholung und Zerstreuung auf. Viele von ihnen blieben aber auch auf Dauer, ließen prachtvolle Villen errichten und trugen mit ihrem großen Reichtum zum Wohlstand und der rasanten Entwicklung der hessischen Bäder bei. Für nahezu alle berühmten Familien wie die Zaren und ihre Familienangehörigen, Tolstoi, Dolgoruki, Troubetzkoi, Loris-Melikov, Gagarin, Woronzow-Daschkow und viele andere waren Reiseziele in Hessen gleichbedeutend mit Cannes, Nizza, St. Moritz. Noch heute erinnern die russisch-orthodoxen Kirchen in Bad Homburg, Bad Ems (ehemals nassauisch), Bad Nauheim, Darmstadt und Wiesbaden an den Einfluß der russischen Kultur in Hessen. Die als Grabkirche errichtete russisch-orthodoxe Kirche in Wiesbaden gilt als bedeutendstes Bauwerk seiner Art in Westeuropa. Sie wurde als Grabkirche für die Herzogin von Nassau, einer geborenen Großfürstin von Russland erbaut. In unmittelbarer Nähe zur Kirche befindet sich der Friedhof, auf dem berühmte Russen ihre letzte Ruhestätte fanden.

Zu ihnen gehören die Gräber des großen Expressionisten Alexej von Jawlensky und seiner Frau Helene, des Fürsten Georgij A. Jurjewski und seiner Schwester Olga Gräfin Merenberg, Kinder des Zaren Alexander II aus seiner morganatischen (nichtebenbürtigen) Ehe mit der Fürstin Jurjewskaja.

Große Werke russischer Künstler gehen auf die Aufenthalte in hessischen Städten zurück.
Ivan Turgénevs Wiesbaden-Aufenthalt verarbeitete er in seinem Roman “Frühlingswogen”, einer seiner Übersetzer, der Dichter Friedrich von Bodenstedt, lebte zwei Jahre als Erzieher der Kinder des Fürsten Galizin in Moskau und verbrachte seinen Lebensabend in Wiesbaden. Weltruhm erlangte Dostojewskis Roman “Der Spieler”, in dem er seine Eindrücke aus den Erlebnissen in den Spielbanken Bad Homburg's und Wiesbaden's geschildert werden.Igor Strawinsky besuchte Wiesbaden viermal zu Konzerten und Begegnungen mit seinem Verleger Willy Strecker.

Zwei seiner großen Kompositionen, das Melodram Perséphone und sein Violinkonzert entstanden nach Treffen mit dem französischen Nobelpreisträger André Gide und dem Geiger Samuel Dushkin in Wiesbaden. Neunzehn Jahre lang lebte Alexej von Jawlensky in Wiesbaden.

Das Museum Wiesbaden besitzt heute die bedeutendste Sammlung seiner Werke.Der russische Universalgelehrte Lomonossow studierte von 1736-1739 an der Marburger
Philipps-Universität und heiratete eine Marburgerin. An der selben Universität studierte auch der Nobel-Preisträger Boris Pasternak zwischen 1912-1914 Philosophie und schrieb über Marburg: “Wenn das hier nur eine Stadt wäre! Aber es ist ein mittelalterliches Märchen”.
Heute ist die Philipps-Universität durch einen Wissenschaftleraustausch mit der Lomonossow-Universität Moskau, dem Puschkin-Institut für russische Sprache und der Medizinischen Akademie Setchenov verbunden.Ebenso enge Beziehungen bestanden in dynastischer Sicht zwischen dem Großherzogtum Hessen , dem Herzogtum Nassau und Russland. Zwei Zarinnen stammten aus Darmstadt. Die erste Ehefrau Zar Alexander II., Prinzessin Marie von Hessen und bei Rhein, letzte Zarin und Gemahlin des Zaren Nikolaus II. Alix' Schwester, Prinzessin Elisabeth war wiederum mit dem Großfürsten Sergej, dem Bruder des Zaren Alexander III. vermählt.Aus der Dynastie Nassau sind von besonderer Bedeutung die Heirat des Herzogs Adolf von Nassau mit der Großfürstin Elisabeth Michailowna, der Nichte der Zaren Alexander I. und Nikolaus I. und die morganatische Heirat des Prinzen Nikolaus von Nassau mit der Tochter des Lyrikers und Dramatikers Alexander S. Puschkin.

Unter den hessischen Unternehmern in St. Petersburg nahm der exzentrische Baron von Krauskopf eine wichtige Position ein. Er verdiente als Inhaber der heute noch existierenden und sich in Staats-besitz befindlichen Gummistiefelfabrik “Triugolnik” ein Vermögen. Als die “russischen Rothschilds” galt die aus dem hessischen Arolsen stammende Familie Stieglitz, die letzten Hofbankiers Russland's.Heute unterhalten viele bedeutende hessische Unternehmen Wirtschaftsbeziehungen zu Russland. Allen voran die in Frankfurt ansässigen Großbanken.

Mit vielfältigen Aktivitäten trägt das Land Hessen im Rahmen einer offiziellen Partnerschaft mit der russischen Region Jaroslawl zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Rahmen-bedingungen seit zehn Jahren bei.

Unser Vorstand

Clotilde von Rintelen

Clotilde von Rintelen wurde 1941 in Wiesbaden, einem ehemaligen „russischen Kurort“, geboren. Sie ist Nachfahrin des Zaren Alexander II. und Ururenkelin von Alexander Puschkin.
Ihre Person symbolisiert den perfekten Brückenschlag zwischen Deutschland und Russland. Neben ihrer Tätigkeit als Vorsitzende der Deutschen Puschkingesellschaft arbeitet sie heute als sozial engagierte Fachärztin.

Clotilde von Rintelen über sich selbst: „In meiner Familie wurde darüber nicht gesprochen. Ich wusste aber schon früh, dass ich so ‘typisch deutsch’ nicht sei. Oftmals hörte ich ‘die kleine Merenberg ist so entzückend natürlich’, dann wusste ich irgendetwas war nicht üblich. Immer wollte ich Russisch lernen, aber es gab so viele Entschuldigungen, es nicht zu tun: Früher Tod der Eltern, das Medizinstudium musste zunächst beendet werden, Heirat, drei Söhne, der Wiedereintritt in den Beruf. Aber 1991 war es dann soweit, ‘pora’! Ich wollte im Oktober nach Russland. Kurz nach meinem Entschluss erhielt ich zur 180 Jahresfeier von Puschkins Lyzeum eine Einladung. Und begann dort meine ersten Schritte auf den Spuren meiner Vorfahren zu tun und meine ersten Worte in Russisch zu lernen.Was mich oft zu Tränen gerührt hat, das Vertrauen ‘en avance’, das man mir und meiner Familie entgegenbringt, nur weil wir “seine” Nachkommen sind. Ich empfinde es als Verantwortung und Verpflichtung!”